Mobbing in der Schule

MOBBING IN DER SCHULE

Immer mehr Schüler erfahren Gewalt und Mobbing an ihren Schulen. Dies ist unter anderem daran festzustellen, dass die an Schulen begangenen Straftaten in letzten Jahren stetig zugenommen haben. So verzeichnen die Kriminalstatistiken einen nicht unerheblicher Anstieg der Gewalttaten an Schulen.

Neben tätlichen Angriffen stellt aber auch psychische Gewalt durch Mobbing ein großes Problem im Schulalltag dar. Dies ist für den betroffenen Schüler in doppelter Hinsicht schwierig, da der Täter nicht schnell ermittelt werden können und auch nicht schnell eine geeignete Gegenmaßnahme ergriffen wird.  

Für Eltern und auch betroffenen Schülern ist es schwer Mobbing zu erkennen. Aber auch der zweite Schritt – sich dagegen zu wehren – kann in diesen Fällen schwieriger werden. Meist tritt Mobbing als dauerhafte Ausgrenzung und/oder dauerhafte Beleidigung/Bedrohung durch andere Mitschüler in Erscheinung. Der nächste Schritt – die Mitteilung an die Schule/Lehrkraft – bereitet dann den Schülern und Eltern oft Schwierigkeiten, da die Darstellung eines emotionales Sachverhalt häufig nicht gelingt.

Schüler, die Mobbing ausgesetzt sind, erfahren weitreichende körperliche und seelischen Beeinträchtigungen. Folgen sind dann soziale Isolation, Konzentrationsschwächen, schulischer Leistungsabfall bis hin zu Schulverweigerung.

Daher sollten Eltern wachsam sein und das Gespräch zu ihrem Kind suchen. Sofern sich ihr Verdacht verhärtet sollten die Eltern immer das Gespräch zur Schulleitung und zu den zuständigen Lehrern suchen. Leider kommt es vor, dass derartige Probleme von der Schule oder Lehrern nicht ernst genommen werden oder gar die gebotenen Maßnahmen eben nicht ergriffen werden, um Abhilfe zu schaffen.

Sofern die Eltern in solchen Fällen keinen Erfolg erzielen, kann sich der Schüler, vertreten durch die Eltern, juristisch zu Wehr setzen. Denn jeder Schüler hat einen Anspruch darauf, dass die Schule auch ihm gegenüber der Aufsichtspflicht sowie Obhuts- und Fürsorgepflicht nachkommt. Sofern eine nachweisbare Verletzung dieser Verpflichtung vorliegt und hierdurch ein Schaden (körperlich oder seelisch) erlitten hat, besteht grundsätzlich auch ein Anspruch auf Schmerzensgeld im Rahmen einer Amtshaftung. Zusätzlich ist in solchen Fällen ein direktes Vorgehen gegen den Täter ratsam. Dies kann im Rahmen einer Unterlassungs- und Schadensersatzansprüchen erfolgen.

Welche Vorgehensweise im konkreten Fall dann sinnvoll und zielführend sein kann, lässt sich nicht pauschal darstellen, und muss im persönlichen Gespräch geklärt werden.